Hallux valgus  - Der X Zeh

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Als Folge der Aufspreizung beim Spreizfuß kommt es durch einen veränderten Sehnen- und Muskelzug zur seitlichen Abweichung der Großzehe.  

Wenn sich trotz Ausschöpfen aller nicht operativen Behandlungsmöglichkeiten keine ausreichende Beschwerdebesserung einstellt bzw. bei jüngeren Patienten das Auftreten von verfrühtem Gelenkverschleiß verhindert werden soll, ist eine operative Korrektur der Fußdeformität angezeigt. Bei der operativen Therapie des Hallux valgus ist prinzipiell zwischen gelenkerhaltenden Operationen und solchen Eingriffen zu unterscheiden, bei denen aufgrund der Schwere der bereits eingetretenen Gelenkveränderungen eine Gelenkteilentfernung oder Versteifung notwendig werden.

 

Es gibt zur Zeit über 100 Möglichkeiten der operativen Korrektur. Deshalb soll lediglich ein Beispiel erklärt werden: 

DIE CHEVRON OSTEOTOMIE

 

Bei der Chevron-Operation wird nach einem V-förmigen Sägeschnitt der erste Mittelfußknochen verschoben und umgestellt. Die Stabilisierung erfolgt hierbei mit einer Minischraube. 

 

Zur Fortbewegung nach der Operation wird Ihnen eine spezielle Vorfußentlastungssandale angepasst, bei der lediglich der Rückfuß belastet wird. Zunächst sollten 2 Unterarmstützen zur Hilfe genommen werden, bei sicherer Wundheilung ist eine freie Fortbewegung mit der Spezialsandale möglich. 7 Tage nach der Operation wird ambulant der Hautfaden entfernt. Die bei der Chevron OP eingebrachte Titanminischraube kann im Knochen verbleiben.

 

Mit dem Eintritt der Arbeitsfähigkeit ist je nach Arbeitsbelastung zwischen der 3.- 6. Woche nach erfolgter Operation zu rechnen.